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| 12.03.2001 | Gebärmutterhalskrebs ist ausrottbar Berlin (dpa) - Isabella Rödner ist noch einmal davon gekommen. Die heute 30-jährige Berlinerin war 1997 zur regelmäßigen Krebsvorsorge gegangen, als ihr eröffnet wurde, dass ein Abstrich an ihrem Gebärmutterhals auf ein Krebs-Vorstadium hinweise. Über ein Jahr verging, ehe ein hochpräziser Virentest den Krebsbefund bestätigte und sie erfolgreich operiert wurde. Am Mittwoch setzte sich Frau Rödner zusammen mit anderen Frauen in Berlin dafür ein, den so genannten HPV-Test zum kassenfinanzierten Routinetest gegen Gebärmutterhalskrebs zu machen. «Mit dem HPV-Test könnten wir Gebärmutterhalskrebs in den nächsten fünf bis zehn Jahren vollständig ausrotten.» Das meinte Prof. Ernst Rainer Weissenbacher, Gynäkologe am Münchner Klinikum Großhadern. Er unterstützt die «Initiative HPV-Test», die unter Schirmherrschaft der früheren Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth die Krebsvorsorge für Frauen verbessern möchte. Der Test erkenne mit fast 100-prozentiger Sicherheit die Anwesenheit von Humanen Papillomaviren (HPV), die für die allermeisten der Gebärmutterhalskrebs-Neuerkrankungen verantwortlich ist. In Deutschland erkranken nach Angaben der CDU-Abgeordneten und Gesundheitsexpertin Annette Widmann-Mauz jährlich 6000 Frauen neu an dieser Krebsart und 2600 sterben daran. Die Sterblichkeit konnte durch den so genannten PAP-Abstrich seit dem Krieg bereits um 70 Prozent gesenkt werden, erläuterte Weissenbacher. Er sei aber mit 20 bis 50 Prozent falschen Ergebnissen zu unsicher und seit Anfang der 80er Jahre stagniere der Rückgang der Krankheit. Im Gegensatz zum PAP-Test, der eine bereits bestehende Krebsentartung der Schleimhautzellen nachweist, setzt der mikrobiologische HPV-Test bereits bei der Krankheitsursache, den Viren, an. Nach Ansicht des neuen Präsidenten der Deutschen Krebsgesellschaft, Rolf Kreienberg, ist die Einführung eines solchen Tests durch die Kassen jetzt dringend erforderlich. Zur Zeit müsse der Test zum Preis von 56 Mark privat bezahlt werden. |
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proLIFE - Hilfe für Krebspatienten |