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| 19.04.2001 | Krebsforschung: Pille soll
vorbeugen
US-Forscher glauben einen Weg gefunden zu haben, um dem Krebs vorzubeugen. Eine Pille soll die körpereigene Abwehr stimulieren. Wissenschaftler um Thomas Kensler von der John Hopkins Universität, USA, testen den Wirkstoff zur Zeit am Menschen. Oltipraz heißt der Wirkstoff, der die Tumorbildung verhindern soll. Oltipraz regt im Körper die Bildung des Enzyms Glutathion-S-Transferase (GST) an, das Krebs erregende Stoffe neutralisiert, bevor sie das Erbgut angreifen und verändern können. Die Testpersonen leben in China, wo jeder zehnte Erwachsene an Leberkrebs stirbt. Dafür verantwortlich, so vermutet man, sind vor allem Schimmelpilze, die Reis und Getreide befallen können. Sie enthalten eine krebserregende Substanz namens Aflatoxin. In einer ersten Versuchsreihe gaben die Forscher Testpersonen zwei Monate lang eine Dosis Oltipraz pro Woche. Die Ergebnisse waren viel versprechend: Die Freiwilligen schieden mit ihrem Urin doppelt so viel neutralisiertes Aflatoxin aus wie Personen einer zweiten Gruppe, die nur ein Placebo bekommen hatten. Die Wissenschaftler hoffen, dass dieses
Verfahren nicht nur Leberkrebs vorbeugt, sondern auch anderen Krebsformen. |
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proLIFE - Hilfe für Krebspatienten |