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25.05.2001

Krebspatienten verschweigen oft Probleme mit Sexualität

Bonn (AP) Krebspatienten leiden oft unter einem gestörten Sexualleben. Dabei gibt es viele konkrete Hilfen für sie. Darauf hat die Deutsche Krebshilfe in Bonn aufmerksam gemacht. «Die meisten Krebspatienten sprechen von sich aus den Arzt nicht auf sexuelle Probleme an, sondern verschweigen sie. Mancher gibt sich selbst die Schuld, oder die Partner machen sich gegenseitig Vorwürfe», sagte auch Professor Joachim Hartlapp, Chefarzt am Klinikum Osnabrück.

Die krankheitsbedingten körperlichen Beeinträchtigungen führten oft zu einer Störung der eigenen Identität und des Selbstwertgefühls. Je offener die betroffenen Paare über ihre Probleme reden, und je mehr Wissen sie sich über den Krebs aneignen, desto besser sind nach Angaben der Deutschen Krebshilfe die Chancen, Lösungen zu finden. Nur gut aufgeklärte Patienten seien in der Lage, wichtige Fragen zu stellen und sich so besser auf mögliche auftretende Probleme beim Sex vorzubereiten.

Viele Betroffene ziehen sich nach Angaben der Experten von ihrem Partner aber zurück, weil sie ihrem Körper nicht mehr vertrauen und Angst haben zu versagen. So führten Operationsnarben oder Amputationen besonders bei Frauen zu dem Gefühl, nicht mehr attraktiv zu sein. Männer fürchteten sich oft vor Erektionsproblemen.

Chronische Schmerzen, Angst vor einem erneuten Ausbruch der Krankheit oder auch andauernde Müdigkeit könnten ebenfalls das Sexualleben belasten. Manche sexuellen Störungen seien jedoch psychisch bedingt. Hier könne eine psychologische Betreuung für die Krebskranken hilfreich sein.

http://www.krebshilfe.de

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