Aktuelles
 

09.07.2001 Viele Geschlechtspartner erhöhen Prostata-Krebs-Risiko

(APA/dpa) - Zu viele Partner verderben die Gesundheit - das gilt nicht nur für Geschlechtskrankheiten, sondern auch für Krebs. Eine amerikanische Studie hat gezeigt, dass ein fliegender Frauenwechsel bei Männern das Prostata-Krebs-Risiko erhöht. Das berichtet das Fachblatt "American Journal of Epidemiology".

1.456 Männer zwischen 40 und 64 Jahren mussten Farbe bekennen: Im Rahmen einer Studie des Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle sollten sie Auskunft darüber geben, mit wie vielen Frauen sie in ihrem Leben sexuellen Kontakt hatten. Die Studienleiter wählten 753 Männer, die zwischen 1993 und 1996 an Prostata-Krebs litten, die anderen wurden zufällig gewählt. Das Ergebnis der Studie: Je höher der Frauenverschleiß im Leben der Männer, desto höher war die Gefahr, dass sie einen Prostata-Krebs entwickelten. Ab 30 verschiedenen Sexualpartnern war das Risiko sogar mehr als doppelt so hoch.

Über die Gründe herrscht allerdings noch Unklarheit, sagte Karin Rosenblatt, Leiterin der Studie und Professorin an der Universiät Illinois. Sie berücksichtigte in der Studie Faktoren wie das Sexualverhalten, die medizinische Geschichte und die Risikofaktoren für Prostata-Krebs. Zwischen dem Prostata-Krebs-Risiko und der sexuellen Orientierung ließ sich laut Studie kein Zusammenhang feststellen. Bei Männern, die auch Sex mit Männern hatten, war das Risiko nicht erhöht. Ebenso war kein Zusammenhang erkennbar zwischen dem Prostata-Krebs-Risiko und der Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs.

THEMA

Medizin
Vorbeugung
Psyche

proLIFE - Hilfe für Krebspatienten
Walderdorffer Hof | Fahrgasse 5 | 65549 Limburg | E-Mail: info@prolife.de

Spendenkonto: 800 619, Limburger Volksbank, BLZ 511 900 00
TYPCOLOR & Hochhardt & Partner