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05.12.2001 Sichere Früherkennung von Krebs in der Mundhöhle

Oslo (AP) Wissenschaftler des Radiumhospitalet in Oslo haben erstmals eindeutig gezeigt, dass Mundhöhlenkrebs frühzeitig erkennbar ist. Wie sie in der amerikanischen Fachzeitschrift «New England Journal of Medicine» schrieben, konnten sie mittels einer speziellen Software an digitalisierten Bildern von Zellkernen Messungen der Erbgutmenge durchführen und daraus DNA-Profile erstellen. Dadurch gelang es ihnen, die wirklich gefährlichen Krebsvorstufen zu erfassen, die mit herkömmlicher Diagnostik nicht erkennbar sind.

Diese sichere Prognose erlaube eine frühzeitige Behandlung und vermeide zugleich eine Überbehandlung. Dies sei wichtig, da derzeit in der Regel zu spät behandelt werde, so dass 80 Prozent der Patienten in den ersten fünf Jahren nach Krankheitsbeginn sterben müssten, schrieben die Wissenschaftler.

Die Voraussetzungen für die Früherkennung seien günstig: Der Krebs kündige sich mit weißen Flecken in der Mundhöhle an, die vom Zahnarzt bei bei einer Kontrolluntersuchung leicht zu erkennen seien. Rund 15 Prozent aller weißen Flecken seien Vorstufen, von denen sich jede fünfte zum Krebs entwickeln könne

Mit weltweit mehr als 300.000 Betroffenen ist der Mundhöhlenkrebs längst ein globales Problem geworden. In Deutschland stellt er mit jährlich rund 5.000 Todesfällendie die siebthäufigste Krebsform dar, Tendenz steigend.

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