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| 20.12.2001 | Neues Verfahren zur
Krebs-Früherkennung Bonn (dpa/lnw) - Heidelberger Wissenschaftler haben nach eigenen Angaben ein neues Verfahren zur Krebs-Früherkennung entwickelt. «Unsere Methode ist zuverlässiger, schneller und kostengünstiger als alle bisherigen», sagte Professor Jürgen Wolfrum von der Universität Heidelberg. Forscher verschiedener Disziplinen wie Mathematik, Physik, Chemie und Biologie hätten dabei zusammengearbeitet. Eine Krebserkrankung werde bei dem Verfahren durch eine Konzentration des p53-Proteins im Blutserum nachgewiesen, erläuterte Wolfrum. Die biologische Halbwertzeit dieses Proteins steigt bei einer Mutation sprunghaft an. Tumorpatienten reagieren mit der Bildung so genannter Autoantikörper. Einzig durch die Anwesenheit dieser Moleküle im Blutserum lasse sich nach derzeitigem Stand der Forschung eine Tumorerkrankung erkennen, sagte Wolfrum. Die Wissenschaftler könnten mit Hilfe einer Farbstoffmarkierung nun ein einzelnes Autoantikörper-Molekül erkennen. Das Verfahren dauere nur wenige Minuten und könne auch angewandt werden um herauszufinden, wie erfolgreich eine Therapie verlaufe. Deutliche Fortschritte seien auch bei der Entwicklung eines Impfstoffes erzielt worden, der gegen fünf verschiedene Virentypen wirke, sagte Harald zur Hausen, Stiftungsvorstands-Vorsitzender des Deutschen Krebsforschungszentrums. Die Impfung könne unter anderem die Gefahr einer Gebärmutterhalskrebs-Erkrankung einschränken. Der Impfstoff solle durch die Nase verabreicht werden. Innerhalb der nächsten zehn Jahren könne der Impfstoff in größerem Rahmen zum Einsatz kommen. Größtes Krebs-Risiko seien immer noch Tabak-Konsum und zu hohe UV- Einstrahlung, sagte zur Hausen. Jährlich erkrankten weltweit schätzungsweise zehn Millionen Menschen neu an Krebs. 10 bis 15 Prozent der Erkrankungen könnten durch Präventiv-Impfungen verhindert werden. |
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proLIFE - Hilfe für Krebspatienten |