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| 12.02.2002 | Brustkrebs-Projekt mit
ersten Erfolgen Wiesbaden. Beim bundesweiten Pilotprojekt zur Früherkennung von Brustkrebs in Wiesbaden sind seit vergangenem Juli bei 3408 untersuchten Frauen 28 Krebserkrankungen entdeckt worden. Viele Karzinome seien so rechtzeitig gefunden worden, dass man die Frauen voraussichtlich dauerhaft heilen könne, sagte Projektleiterin Margrit Reichel. Allerdings sind statistische Reihenuntersuchungen auf Krebs in der wissenschaftlichen Diskussion umstritten. Sie verunsicherten gesunde Frauen und wögen Frauen mit Krankheitsdisposition während der zwei Jahre zwischen den Untersuchungen in einer falschen Sicherheit, meinen Kritiker wie der Marburger Brustkrebsforscher Prof. Klaus- Dieter Schulz. Neben dem Wiesbadener Projekt läuft eine weitere Screening-Studie in Bremen, eine dritte soll in der Weser-Ems-Region in diesem Quartal starten. Projektleiterin Reichel hob besonders die hohe Treffsicherheit der Krebsdiagnose im Wiesbadener Verfahren hervor: Insgesamt 32 Frauen seien nach Röntgen-Untersuchung mit Krebsverdacht und nachfolgender zweiter Untersuchung zur Operation ins Krankenhaus eingewiesen worden. Davon hätten 28 tatsächlich einen Krebsbefund gehabt, nur in vier Fällen habe sich der Befund als gutartig erwiesen. Solche Ergebnisse zeigten die große Bedeutung eines sorgfältigen Verfahrens, sagte die Sprecherin mehrerer Betroffeneninitiativen, Anke Schmidt (Berlin). Im Modellprojekt würden alle Bilder von zwei Ärzten beurteilt, die große Erfahrung mit Mammographien nachweisen müssten. Der Diagnostiker, der operierende Arzt und der Pathologe, der Gewebeproben beurteilt, setzten sich regelmäßig vor dem Eingriff zusammen. So würden unnötige Operationen vermieden, sagte Schmidt. Bei dem Anfang Juli 2001 gestarteten Mammographie-Screening in Hessen sollen alle 54 000 Frauen aus Wiesbaden und dem Rheingau- Taunus-Kreis zwischen 50 und 69 Jahren kostenlos auf Brustkrebs untersucht werden. Die Versuche sollen die nötigen Daten für die nicht unstrittige Entscheidung über eine bundesweite Einführung der Reihen-Vorsorgeuntersuchung liefern. (dpa). |
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proLIFE - Hilfe für Krebspatienten |