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| 28.02.2002 | Mehr Qualität bei
Brustkrebs-Früherkennung Berlin/Köln. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) will die Zahl der Fehldiagnosen bei der Brustkrebsfrüherkennung eindämmen. Schmidt kündigte in Berlin Zusatzprüfungen für Frauenärzte und technische Kontrollen von Mammographiegeräten an. Nach den Worten des Kölner Gesundheitsökonomen Karl Lauterbach werden jedes Jahr rund 100 000 Frauen irrtümlich wegen Brustkrebs operiert, obwohl sie gar keinen Tumor haben. Technische Mängel bei Mammographie-Aufnahmen führten bei Frauenärzten häufig zu falschen Diagnosen, sagte der Direktor des Instituts für Gesundheitsökonomie der Universität Köln. Ab dem Jahr 2003 werde es ein flächendeckendes Mammographie- Screening für Risiko-Patientinnen zwischen 50 und 69 Jahren geben, sagte Schmidt. Die Kosten für die Untersuchungen in geprüften Arztpraxen trügen die gesetzlichen Krankenkassen. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums wird jede zehnte Frau in Deutschland im Laufe ihres Lebens von Brustkrebs betroffen. Jedes Jahr erkranken mehr als 45 000 Frauen neu daran. Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen. (dpa) |
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