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| 05.03.2002 | Experten raten zur Vorsorge
gegen Prostata-Krebs Köln. Experten haben angesichts der steigenden Zahl von Prostata-Krebs-Fällen regelmäßige Vorsorge-Untersuchungen vom 45. Lebensjahr an empfohlen. Jährlich erkrankten mehr als 30 000 Männer neu an Prostata, sagte Urologe Stephan Neubauer aus Anlass eines Patientenforums zu dem Thema in Köln. «Seit anderthalb Jahren hat der Prostata-Krebs den Lungenkrebs bei Männern als häufigste Krebs-Todesursache abgelöst». Rund 12 000 Männer jährlich sterben nach seinen Worten an Prostata. «30 Prozent aller 50-Jährigen, 50 Prozent aller 70-Jährigen und 70 Prozent aller 80-Jährigen haben einen Prostata-Krebs, zum Teil ohne es zu merken», erklärte Neubauer. Im frühen Stadium seien keine Anzeichen bemerkbar. «Der Prostata-Krebs meldet sich erst sehr spät, und deshalb ist die Früherkennung über Vorsorgeuntersuchungen so wichtig.» Die Untersuchung solle drei Teile umfassen, sagte Neubauer. Neben dem Abtasten der Prostata und einer Ultraschalluntersuchung sei ein spezieller Bluttest wichtig. Bei frühzeitiger Erkennung lägen die Heilungschancen bei 90 Prozent, betonte der Urologe. Die operative Entfernung der Prostata sei in Deutschland noch weit verbreitet, obwohl sie bei 80 Prozent der Männer zu Impotenz führe. Bei Strahlentherapien komme dies weitaus seltener vor. Beim Kölner Patiententag gaben zahlreiche Experten Auskunft zum Thema; die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft der Deutschen Krebshilfe.(dpa) |
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