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08.03.2002 Tomatensoße guter Schutz vor Prostatakrebs

Washington. Spaghettisoße, Ketchup und andere Speisen aus gekochten Tomaten schützen vor Prostatakrebs. Das bestätigt eine große Studie mit mehr als 47 000 Amerikanern, die das Nationale Krebsinstitut der USA in Washington in seinem Fachjournal veröffentlichte.

Demnach reichen schon zwei Portionen Tomatensuppe oder -soße pro Woche aus, um das Risiko von Prostatakrebs um 24 bis 36 Prozent zu senken. Der federführende Autor der Studie, Edward Giovannucci von der Harvard University und dem Brigham and Women's Hospital in Boston, führt die Krebs vorbeugende Wirkung von Tomaten wie andere Forscher auch auf Lycopin zurück, einen antioxidativen Stoff. Lycopin soll die Anzahl der gefährlichen Sauerstoffradikale reduzieren, die beim Stoffwechsel entstehen. Freie Radikale sind dafür bekannt, dass sie das Genmaterial der Zellen schädigen können.

Die jüngste Studie beobachtete Männer im Alter von 40 bis 75 Jahren über 12 Jahre hinweg. In diesem Zeitraum führten die Teilnehmer ein Tagebuch, in dem sie ihren täglichen Speiseplan notierten und Angaben zu ihrem Wohlbefinden machten. Am Ende der Untersuchung hatten 2481 der 47 0000 Männer Prostatakrebs entwickelt. Die Forscher verglichen ihre Angaben zur Ernährung und kamen nach einer Bereinigung der Daten zu dem Ergebnis, dass Produkte aus Tomaten entscheidenden Einfluss auf die Vorbeugung vor diesem Krebs bei den anderen Männern hatten.

Das Team um Giovannucci fand, dass gekochte Tomatenprodukte noch mehr Schutz verleihen als rohe Tomaten. Als Grund vermuten sie, dass der Kochprozess die Zellwände der Tomate auflöst und der Konsument damit mehr Lycopin aufnehmen kann. (dpa)

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