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| 12.03.2002 | Krebs könnte Todesursache
Nummer eins werden Berlin. Ohne ein energisches Gegensteuern könnte Krebs in einem Jahrzehnt die Todesursache Nummer eins in Deutschland sein. Davor warnten in Berlin Ärzte der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebshilfe. Derzeit erkranken in Deutschland 330 000 Menschen neu an Krebs, darunter 1800 Kinder unter 15 Jahren. Jährlich sterben hier zu Lande 210 000 Menschen an bösartigen Geschwulsten, sagte Klaus Höffken, Präsident des 25. Deutschen Krebskongresses, der am Sonntag in Berlin beginnt. Weil immer mehr Menschen immer älter werden, könnte die Zahl der Krebs-Todesfälle die der Herz-Kreislauf-Erkrankungen (rund 400 000 jährlich) in zehn Jahren überrundet haben. «Die Inanspruchnahme der Krebsvorsorgeuntersuchung ist beklagenswert gering», meinte Höffken, Mediziner an der Universität Jena. «Wir müssen die Aufmerksamkeit schärfen für mehr Bewegung, weniger Zigaretten und weniger Alkohol», forderte Rolf Kreienberg, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft. «Die Heilungsrate für bösartigen Krebs bei Kindern beträgt heute 70 Prozent, bei Erwachsenen im Schnitt 45 Prozent», berichtete Roland Felix, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Krebshilfe. Heilbar heiße, nicht an dieser Krankheit zu sterben oder innerhalb von fünf Jahren keinen Rückfall zu erleiden. «Die Ausrottung des Krebses bleibt eine Illusion», betonte Höffken, «aber es gibt keinen Grund, nach einer Krebsdiagnose die Flinte ins Korn zu werfen.» Der fünftägige Kongress im Internationalen Kongresszentrum ICC Berlin befasst sich schwerpunktmäßig mit den vier häufigsten Krebsarten der Brust, der Lunge, des Dickdarms und der Prostata. Erwartet werden 7000 Teilnehmer, mehr als jemals zuvor bei einem deutschen Krebskongress. (dpa) Internet: 25. Deutscher Krebskongress: http://www.krebskongress2002.de |
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proLIFE - Hilfe für Krebspatienten |