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| 18.03.2002 | Schluckbare Videokapsel
ermöglicht frühe Diagnose von Dünndarmkrebs München. «Pillen» mit eingebauter Videokamera eignen sich nach Expertenangaben in erster Linie für die Früherkennung von Krebs oder anderen Erkrankungen des Dünndarms. Die so genannte Kapsel- Endoskopie sei hier der Röntgendiagnose «um Lichtjahre überlegen», sagte Prof. Friedrich Hagenmüller am Donnerstag in München beim deutschen Endoskopie-Kongress 2002.
Die 2,5 Zentimeter lange Videokapsel lässt sich nach den Worten von Hagenmüller wie eine große Tablette schlucken: Sie enthält Kamera, Linse, Chip, Sender, Antenne und Leuchtdioden. Die beiden integrierten Batterien funktionieren sechs bis acht Stunden und ermöglichen die Sendung von rund 50 000 Bildern aus dem Magen-Darm- Trakt. Diese hoch auflösenden Aufnahmen ließen selbst so kleine Details wie die Zotten der Dünndarmschleimhaut erkennen, hieß es. Ohne Beschwerden für den Patienten wandere die Videokapsel durch die natürliche Bewegung des Darms durch den Körper. Im Allgemeinen Krankenhaus Altona in Hamburg wurden bereits 50 Patienten mit der Videokapsel untersucht, berichtete Hagenmüller, der dort die 1. Medizinische Abteilung leitet. Dabei wurden am häufigsten Missbildungen kleiner Blutgefäße im Dünndarm festgestellt, die zu chronischem Blutverlust führen können. Für die Untersuchung von Speiseröhre, Magen und Dickdarm sei die Kapselendoskopie jedoch noch nicht geeignet, weil sich die Videokapsel noch nicht steuern lasse, erklärte Hagenmüller. In der Speiseröhre rutsche sie zu schnell runter, und im Magen als einem großen Sack sei sie wie im Dickdarm nicht steuerbar. |
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proLIFE - Hilfe für Krebspatienten |