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| 02.05.2002 | Forscher: Adulte Stammzellen
heilen Krebs Heidelberg. Durch die Therapie mit adulten Stammzellen können nach Ansicht von Wissenschaftlern große Erfolge vor allem bei Patienten mit Leukämie und Lymphdrüsenkrebs erzielt werden. «Durch die Behandlung mit adulten Stammzellen konnten wir in den letzten 15 Jahren Patienten, die vorher aussichtslos krank waren, eine lang anhaltende Heilung anbieten», sagte Anthony Ho, Ärztlicher Direktor der Medizinischen Poliklinik Heidelberg, am Donnerstag bei einem Internationalen Symposium über Stammzellen-Transplantation. Trotz dieser Erfolge werde man auf die Forschung an embryonalen Stammzellen nicht verzichten können, sagte Anna Wobus, Koordinatorin des Programms Stammzellen der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Die Heilungschance mit adulten Stammzellen liege bei Leukämie oder Lymphdrüsenkrebs je nach Gesundheitszustand des Patienten bei 50 bis 60 Prozent, hieß es in Heidelberg. Die Zellen werden aus dem Blut von erwachsenen Spendern gewonnen und den Patienten injiziert. Wobus betonte: «Aus unserer Sicht wird uns die Arbeit an humanen embryonalen Stammzellen helfen, Kenntnisse für die Manipulation der adulten Stammzellen zu erhalten.» Eine begrenzte Einfuhr von embryonalen Stammzellen sei ein «Kompromiss, mit dem wir zunächst einmal arbeiten können». Embryonale Stammzellen werden aus getöteten Embryonen gewonnen. Der Bundestag hatte am 30. Januar im Grundsatz den Import unter strengen Auflagen beschlossen. Gesetzliche Regelungen müssen dafür noch verabschiedet werden. Gesellschaftliche Gruppen wie die christlichen Kirchen hatten den Beschluss scharf kritisiert. (dpa) |
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