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03.07.2002 Ein Drittel der Krebsfälle vermeidbar

Genf/Oslo. Ein Drittel aller weltweit zehn Millionen neu diagnostizierten Krebsfälle pro Jahr ist nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit gezielter Vorbeugung vermeidbar. Ein weiteres Drittel könne bei einer frühzeitigen Diagnose wirksam behandelt werden.

Das geht aus einer neuen Studie der WHO hervor, die in Genf anlässlich des Kongresses der internationalen Krebsvereinigung in Oslo veröffentlicht wurde. Danach haben weltweit mehr als 20 Millionen Menschen Krebs. Jährlich sterben laut WHO sechs Millionen Menschen daran. Krebs verursacht weltweit zwölf Prozent der Todesfälle. In den Industrieländern, wo die Hälfte der Krebsfälle registriert wird, ist die Krankheit nach den Herz- und Kreislaufkrankheiten die zweithäufigste Todesursache.

Rund einem Drittel der zehn Millionen neuen Krebsfälle jährlich könnte vorgebeugt werden, wenn man den Tabak- und Alkoholkonsum einschränken, für eine ausgewogene Ernährung sorgen und gegen Hepatitis B impfen würde. Ein weiteres Drittel könnte von einer Früherkennung und damit einer frühzeitigen Therapie profitieren.

Laut WHO wird die Zahl der Todesfälle in 20 Jahren von sechs auf jährlich zehn Millionen steigen, und 15 Millionen Menschen pro Jahr werden neu an Krebs erkranken.

Zu erklären sei die Entwicklung mit dem zunehmenden Durchschnittsalter, der Abnahme von Todesfällen aus anderen Gründen wie beispielsweise ansteckenden Krankheiten und der Zunahme einiger Krebsarten wie Lungenkrebs auf Grund des Rauchens. 2020 werden laut WHO mindestens 30 Millionen Menschen an einer Krebserkrankung leiden. Neue Entdeckungen bei der Früherkennung und der Prävention geben aber Hoffnung.

Die WHO unterstreicht, dass in den Industrieländern das Rauchen Ursache für 30 Prozent der Todesfälle durch Krebs ist. Eine Ernährung, die reich an Früchten und Gemüse ist, kann das Krebsrisiko vermindern, der übermäßige Konsum von rotem Fleisch hingegen erhöhen. Bei den Frauen stünden weltweit Brust- und Gebärmutterhalskrebs an der Spitze der Krebsfälle, bei Männern Lungen- und Magenkrebs. (dpa)

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