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| 11.07.2002 | Behandlung bei Brustkrebs
soll verbessert werden Aachen. Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind, sollen noch in diesem Jahr von besseren Behandlungsstandards profitieren. Die AOK Rheinland und die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein wollen das so genannte Behandlungsprogramm für Brustkrebs nach eigenen Angaben im zweiten Halbjahr 2002 praktisch umsetzen. Andere gesetzliche Krankenkassen würden folgen. Mit dem Spezialprogramm werde eine entscheidende Qualitätsverbesserung bei der Behandlung von Brustkrebs erreicht, sagte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) am Dienstag in Aachen. Es solle garantiert werden, dass die Behandlung nach dem neuesten Wissensstand erfolge. Die Erkrankten können sich den Angaben zufolge freiwillig in das Spezialprogramm einschreiben. Sie erhalten dann Informationen über zertifizierte Ärzte und Krankenhäuser, die nach dem neuesten Stand behandeln. Nach Angaben der AOK wird bei 46 000 Frauen pro Jahr in Deutschland Brustkrebs festgestellt. Der Gesundheitsökonom Prof. Karl Lauterbach von der Universität Köln kritisierte, zur Zeit werde jede zweite Brustkrebs-Patientin mit einer Chemotherapie und Operationstechnik behandelt, die aus wissenschaftlicher Sicht so nicht empfohlen werde. Auch bei der Diagnose sieht er Nachholbedarf: In acht von zehn Fällen werde der Krebsverdacht durch pathologische Befunde nicht bestätigt. (dpa) |
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