Aktuelles
 

25.11.2002

Krebs bald «Todesursache Nummer Eins»

Düsseldorf. Krebserkrankungen werden bereits in zehn Jahren die «Todesursache Nummer Eins» sein. Damit hätten sie die Herz-Kreislauferkrankungen als derzeit noch häufigster Todesgrund auf Platz zwei verdrängt, sagte der Labormediziner Prof. Georg Hoffmann beim Kongress der Medizinmesse MEDICA in Düsseldorf.

Die Krebsbekämpfung sei deswegen «die größte Menschheitsaufgabe der kommenden Jahre». Besonders die Zahl von Brust-, Eierstock- und Bronchien-Tumoren habe in den Industrienationen während der vergangenen Jahre stark zugenommen.

Fachleute erwarten bereits in zwei bis drei Jahren große Fortschritte in der Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen durch die Gentechnik. «Mit Gen-Chips können nicht nur Störungen im Bauplan der Zellen, sondern auch genetische Veränderungen und Funktionen erfasst werden», erklärte Hoffmann. Da bei Krebserkrankungen jedoch bis zu 5000 Gene beteiligt seien, stehen die Wissenschaftler vor der Aufgabe, gigantische Datenmengen auswerten zu müssen. Hier seien Verbesserungen in der Bioinformatik dringend erforderlich.

In Zukunft sollen Gen-Chips, die Blut- und Gewebeproben analysieren, zur Früherkennung von Tumoren eingesetzt werden. Zudem befänden sich gerade auf bestimmte genetische Merkmale zugeschnittene Chemotherapien in der Erprobung. «Wenn Diagnose und Therapie genetisch aufeinander abgestimmt werden können, werden völlig neue Heilungschancen von Krebs möglich», sagte der Mediziner. (dpa)

THEMA

Medizin
Vorbeugung
Psyche

proLIFE - Hilfe für Krebspatienten
Walderdorffer Hof | Fahrgasse 5 | 65549 Limburg | E-Mail: info@prolife.de

Spendenkonto: 800 619, Limburger Volksbank, BLZ 511 900 00
TYPCOLOR & Hochhardt & Partner