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08.04.2003

Durch gesunde Lebensführung ein Drittel weniger Krebskrankheiten

Genf. Die Zahl der neuen Krebserkrankungen wird sich nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO bis zum Jahr 2020 um die Hälfte auf 15 Millionen erhöhen. Durch eine gesunde Lebensführung könnte jedoch ein Drittel der Fälle vermieden werden. Darauf weist die Organisation in ihren Welt-Krebs-Bericht (World Cancer Report) hin, der unter anderem in Genf veröffentlicht wurde.

Einer der Gründe für die Zunahme der Krebsfälle sei die höhere Lebenserwartung. Im Jahr 2000 waren bösartige Tumore für zwölf Prozent der insgesamt fast 56 Millionen Todesfälle weltweit verantwortlich, schreibt die WHO in ihrem 351-seitigen Bericht. «Wir haben, trotz der alarmierenden Zahlen, die Möglichkeit ein Drittel der Fälle zu verhindern, ein weiteres Drittel zu heilen und für das restliche Drittel der Betroffenen wenn nötig eine gute, lindernde Behandlung zu gewährleisten», erklärte Paul Kleihues, einer der Mitautoren des Berichtes.

Wer das Rauchen aufgibt, sich gesünder ernährt und mehr bewegt habe eine große Chance, dem Krebs die Stirn zu bieten. So stellt das Rauchen nach diesem Bericht mit etwa 100 Millionen Todesfällen im vergangenen Jahrhundert die wichtigste vermeidbare Krebsquelle dar. Die WHO arbeitet seit langem daran, den Tabakkonsum weltweit zu bremsen. Derzeit wird eine Anti-Tabak-Konvention ausgearbeitet, die im Mai verabschiedet werden soll.

Die WHO ruft ihre über 190 Mitgliedstaaten auch dazu auf, die Bevölkerung zu gesünderem Essen und mehr Bewegung anzuhalten. Dem stehe aber ein wachsender Trend zum Rauchen und die Zunahme ungesunder Lebensführung gegenüber. (dpa)



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