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08.05.2003

Immuntherapie soll Heilungschancen für Krebspatienten verbessern

Mainz. Die gezielte Stimulierung des körpereigenen Immunsystems soll die Heilungschancen für Krebspatienten verbessern. Die Deutsche Krebshilfe in Bonn erwartet, dass sich diese Immuntherapie neben chirurgischen Tumorentfernungen, der Chemo- und Strahlentherapie als gängiges Therapieverfahren etablieren werde. Das neue Verfahren wird derzeit allerdings noch erprobt.

Mit der neuen Therapie werde das Immunsystem gezielt dazu angeregt, Tumorzellen aus eigener Kraft auszuschalten. Wie der Direktor der Klinik für Bluterkrankungen in Mainz, Professor Christopf Huber, am Mittwoch berichtete, ist der Einsatz biologischer Wirkstoffe allerdings zehn Mal so teuer wie eine Chemotherapie: «Aber die Kombination beider Verfahren erhöht die Heilungschancen für den Krebspatienten.» Trotz vielversprechender erster Ergebnisse warnte der Mediziner vor übertrieben Hoffnungen: «Krebszellen sind Tarnprofis, die dem Immunsystem mit immer neuen Tricks entkommen.»

Nach Angaben der Deutschen Krebshilfe erkranken jährlich in Deutschland 340 000 Menschen an Krebs, 220 000 Patienten sterben daran.

Von Donnerstag an werden in Mainz rund 180 internationale Wissenschaftler auf einem zweitägigen Symposium über den neuesten Stand der Immuntherapie diskutieren und ihre Forschungsergebnisse präsentieren. (dpa)



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