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| 08.05.2003 |
Schwarzer Hautkrebs auf dem Vormarsch Berlin. Der schwarze Hautkrebs in Deutschland nimmt zu, es steigen nach Angaben von Hautärzten aber auch die Chancen der Behandlung. Jährlich erkranken hier zu Lande - je nach Datenquelle - 8 000 bis 16 000 Menschen neu am schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom), hieß es am Mittwoch in Berlin auf der Jahrestagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG). Verglichen mit den 70er Jahren tritt der schwarze Hautkrebs nach Daten des Berliner Robert Koch-Instituts heute mindestens doppelt so häufig auf. Die Überlebenszeit bei einem streuenden Hautkrebs, der bereits Tochtergeschwülste (Metastasen) gebildet hat, sei immerhin von einem Jahr auf zwei bis zweieinhalb Jahre gestiegen, berichtete DDG- Präsident Wolfram Sterry vom Berliner Universitätsklinikum Charité. Genetischen Veränderungen in Hautkrebszellen könnten inzwischen durch DNA-Chip-Analysen genauer untersucht werden, erläuterte Sterry. Das sei ein wichtiger Schritt in Richtung auf eine Therapie, die einzelne Phasen einer Krebszellveränderung berücksichtigen könne. Ebenfalls noch Grundlagenforschung sei die Analyse der Mechanismen, mit denen das Immunsystem Krebszellen abtöte. «Hautkrebs ist nur bei frühzeitiger Lokalisierung heilbar», betonte Michael Landthaler von der Universität Regensburg. «Beim malignen Melanom haben nur Patienten mit einer Tumordicke unter einem Millimeter eine gute Prognose.» Eine Heilung, das heißt fünf Jahre ohne Rückfall, sei dann in 95 Prozent der Fälle möglich. Die Überlebensrate sinke auf 40 Prozent bei einer Dicke von vier Millimetern. DDG-Generalsekretär Harald Gollnick warnte davor, sich von nicht geschultem Personal Pigmentflecken mit dem Laser entfernen zu lassen. «Dahinter könnte sich ein Hautkrebs verbergen.» An der bis Sonnabend dauernden 42. DDG-Tagung im Internationalen Congress Centrum Berlin nehmen 2500 Hautärzte aus dem deutschsprachigen Raum teil. In Deutschland arbeiten rund 5000 Dermatologen. (dpa) DDG-Tagung: www.ddg-tagung.de
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