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| 21.11.2003 |
Krebs im Verdauungstrakt nimmt zu Oldenburg. Die steigende Lebenserwartung der Menschen ist nach Ansicht von Medizinern eine der Gründe für häufigere Krebserkrankungen in Magen, Darm, Leber, Bauchspeicheldrüse und Speiseröhre. Tumore dieser Körperregionen träten mit zunehmendem Alter vergleichsweise öfter auf, sagte der Oldenburger Chirurg Professor Hans-Rudolf Raab. «Allein für die Region Weser-Ems erwarten wir jährlich rund 2000 Neuerkrankungen - mit steigender Tendenz», so Raab. «Aber auch die Chancen auf Heilung oder Lebensverlängerung haben sich verbessert». In den vergangenen Jahren seien entscheidende Fortschritte bei Eingriffen in die oft von Metastasen besiedelte Leber erzielt worden. Auch die Umgebungsbedingungen für Operationen wie in der Anästhesie und in der Intensivmedizin seien besser geworden: «Davon profitieren vor allem ältere Patienten», erläuterte der Mediziner. Zu den Hauptrisiken für eine Erkrankung an Speiseröhrenkrebs gehören nach den Worten von Raab nach wie vor Alkohol und Rauchen. Der Anteil der Frauen an den Erkrankten nehme dabei zu, «weil auch immer mehr Frauen rauchen». Bei älteren Patienten spiele als Ursache für Speiseröhrentumore der so genannte Reflux eine wachsende Rolle. Dabei wandert Schleimhaut aus dem Magen in die Speiseröhre ein und kann dort Krebs auslösen. Gegen Krebs in den Verdauungsorganen müsse man so frühzeitig wie möglich vorbeugen, rät Raab. Eine Erkrankung entwickele sich zumeist über einen Zeitraum von 20 bis 25 Jahre. Als Element der Abwehr empfiehlt der an den städtischen Kliniken tätige Oldenburger Chirurg den regelmäßigen Genuss von Grünem Tee. Bei Prostata-Krebs sei seine vorbeugende Wirkung bereits zweifelsfrei nachgewiesen. (dpa)
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proLIFE - Hilfe für Krebspatienten |