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| 13.09.1999 | Schwankender Lebenswille bei
Todkranken. Konsequenzen für Sterbehilfe Patienten mit Krebs im Endstadium haben einen stark schwankenden Lebenswillen, selbst innerhalb eines kurzen Zeitraums. Dies belegt eine Studie von Harvey Chochinov von der University of Manitoba in Winnipeg, Kanada, und seinen Kollegen, die in der letzten Ausgabe von "The Lancet" (1999; Vol. 354, 816-819) veröffentlicht worden ist. Die Forscher haben 168 Krebspatienten im Alter zwischen 31
und 89 Jahren zweimal am Tag einen Fragebogen ausfüllen lassen, auf dem die Patienten den
Grad ihres Wohlbefindens, ihrer Ängste, möglicher Depressionen, der Schmerzstärke
ebenso angeben sollten wie den ihres Lebenswillens. Dabei zeigte sich zum einen, dass der
Lebenswille sogar innerhalb von zwölf Stunden unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Zum
anderen ließ sich auch feststellen, dass der Lebenswille stark vom allgemeinen Befinden
abhing. Ob jemand gerade starke Depressionen, Angstzustände oder Atembeschwerden hatte,
stand in engem Zusammenhang damit, wie sehr er am Leben hing. Die Autoren ziehen aus ihrer
Untersuchung den Schluss, dass bei einer erlaubten Sterbehilfe unbedingt das Kriterium
eines längerwährenden Wunsches, zu sterben, beachtet werden müsse. |
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proLIFE - Hilfe für Krebspatienten |