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| 07.11.2000 | Mit
Ausdauertraining den Brustkrebs besiegen
Aktivität senkt Hormonspiegel und stimuliert Immunsystem Köln (AP) Gemäßigtes Ausdauertraining erhöht die Heilungschancen von Brustkrebspatientinnen. Die körperliche Aktivität senkt den Spiegel an weiblichen Sexualhormonen, wirkt damit dem Tumorwachstum entgegen und stimuliert zugleich das Immunsystem der erkrankten Frauen, wie die Deutsche Krebshilfe in Bonn berichtet. Eine Forschergruppe an der Deutschen Sporthochschule in Köln untersucht derzeit im Tierexperiment, ob und wie sportliches Training die Wirkung einer Hormontherapie steigern kann. Die weiblichen Sexualhormone Östrogen und Progesteron sind den Experten zufolge häufig mitverantwortlich dafür, dass sich Brustzellen unkontrolliert teilen und bestehende Tumoren der Brust sich vergrößern. Solche hormonabhängig wachsenden Krebsgeschwulste behandeln die Ärzte mit Anti-Hormonen: Diese reduzieren zum einen die natürliche Hormonproduktion und blockieren zum anderen bestimmte Eiweißstoffe der Krebszellen, die so genannten Hormon-Rezeptoren. Wenn diese Rezeptoren besetzt sind, können Östrogen und Progesteron ihre wachstumsstimulierende Wirkung nicht mehr entfalten. Auch maßvolles Ausdauertraining scheint nach den neuen Erkenntnissen den Hormonhaushalt zu beeinflussen und den Östrogen- und Progesteron-Spiegel zu senken. Auch die Zahl der Hormon-Rezeptoren verringert sich nach den Forschungen des Kölner Sportwissenschaftler durch moderate körperliche Aktivität. Zugleich werden besonders jene Zellen des Immunsystems angeregt, die für die Bekämpfung von Krebszellen verantwortlich sind. In dem von der Deutschen Krebshilfe geförderten
Forschungsprojekt widmen sich die Mediziner nun einer
Kombinationstherapie. An Ratten mit Brusttumoren untersuchen sie, ob und
wie mäßiger Sport zusammen mit einer Hormontherapie die Effektivität
der Krebsbehandlung steigern kann. Sollten In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 46.000 Frauen neu an Brustkrebs. Mehr als 17.000 von ihnen sind zum Zeitpunkt der Diagnose jünger als 60 Jahre. Rund 16.000 Patientinnen sterben pro Jahr an den Folgen. Damit rangiert das so genannte Mammakarzinom auf der Liste der krebsbedingten Todesursachen bei Frauen an erster Stelle. Steht die Diagnose fest, ist in den meisten Fällen ein chirurgischer Eingriff notwendig. Im Anschluss bestrahlen die Ärzte die Brust, um die bei einer Operation nicht entfernten Krebszellen zu vernichten. In bestimmten Fälle wenden sie ergänzend eine Chemo- oder Hormontherapie an. |
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proLIFE - Hilfe für Krebspatienten |