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| Katrin
Özcan Eine dicke, harte Kugel im Bauch "Das
ist nichts Gutes, das ist ein Tumor", teilte die Ärztin meinem Mann und mir
mit. Unsere kleine Tochter Rebecca hatte blutigen Urin gehabt, und weil das
Wochenende bevorstand, wollten wir noch schnell die Ursache abgeklärt wissen.
Deshalb waren wir ins Krankenhaus gefahren. Beim Abtasten des Bauches konnte
nun auch ich ganz deutlich eine dicke, harte Kugel fühlen. Wir blieben
direkt in der Klinik.Eine lange, schlaflose Nacht
Da lag ich im Bett neben
meinem Kind und versuchte, alles zu verstehen. Was bedeutet es, einen Tumor
zu haben? Was wird jetzt geschehen? Was passiert, wenn der Tumor bösartig
ist? Was, wenn Rebecca sterben muss? Ich bin Tierärztin und weiß von der
medizinischen Seite aus schon, welche Folgen ein Tumor haben kann. Aber was
wird die Behandlung für Rebecca bedeuten? Sie ist so ein zartes und
empfindliches Kind. Und nun stand ich vor der Realität, dass eine wirklich
lange und schwierige Behandlung vor ihr liegen sollte. Was passiert, wenn
sie stirbt? Dann hätte uns Gott Rebecca mit ihrem liebevollen und sanften
Wesen nur für zweieinhalb Jahre geschenkt. Ich wusste, dass sie dann bei Gott
wäre und es besser haben würde als wir, die wir hier zurückbleiben müssten.
Aber allein der Gedanke an den Verlust war unglaublich schmerzhaft. "Ich habe dich schon
immer geliebt...", las ich am nächsten Morgen in meiner Bibel, und: "Ich
werde die Werke des Teufels zerstören...". Diese Sätze machten mich sehr
ruhig. Gott schenkte mir einen inneren Frieden über die Erkrankung meiner
Tochter, der mich bis heute nicht verlassen hat. Das bedeutet nicht, dass
ich die Möglichkeit der Unheilbarkeit und damit des Todes ausschließe - aber
ich weiß, dass Gott uns durch alles hindurch bringen und aus allem das Beste
machen wird. Wir erfuhren in der
nächsten Zeit auf vielfältige Weise den Segen Gottes. Der Tumor musste
zunächst durch Chemotherapie verkleinert werden, weil eine operative
Entfernung wegen der Größe und Brüchigkeit des Tumors nicht durchgeführt
werden konnte. Er war zu dem Zeitpunkt schon etwa 300 ml groß, größer also
als ein Babyfläschchen. Die Ärzte hofften, den Tumor auf die Hälfte
reduzieren zu können. Schon nach zwei Wochen war er auf ein Sechstel
geschrumpft! Glücklicherweise
konnte die Therapie - einschließlich der Operation, bei der die rechte Niere
entfernt wurde - schon nach gut zwei Monaten abgeschlossen werden, knapp
drei Wochen vor der Geburt unseres dritten Kindes! |
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proLIFE - Hilfe für Krebspatienten |