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Stuhldrainage-Systeme

Was sind Stuhldrainage-Systeme?

Stuhldrainage-Systeme dienen der vorübergehenden Ableitung und dem Auffangen von flüssigem bis halbfestem Stuhl. Sie werden schwerpunktmäßig bei bettlägerigen Patienten oder Patienten in Langzeit-Pflegeeinrichtungen eingesetzt, die von akuter Stuhlinkontinenz betroffen sind und den Stuhlgang nicht oder nur eingeschränkt kontrollieren können. Im Vergleich zu aufsaugenden Inkontinenzprodukten (z.B. Inkontinenz-Windeln, Windelhosen) besteht der Vorteil dieser Systeme darin, Hautschäden und unangenehme Geruchsentwicklungen zu vermeiden. 

Stuhldrainage-Systeme bestehen in der Regel aus einem Silikonkatheter (auch Darmverweilkatheter oder Rektalkatheter genannt) mit Retentionsballon sowie einem Stuhlauffangbeutel. Neben einem Anschluss, über den der Retentionsballon aufgefüllt werden kann, verfügen viele Systeme zusätzlich über einen sogenannten Irrigationsanschluss. Dieser kann zur Spülung des Katheters genutzt werden, falls festere Stuhlbestandteile diesen blockieren. 

 © PROLIFE homecare GmbH
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Wann werden Sie angewendet?

Das eine Ende des Katheters wird mit dem Stuhlauffangbeutel verbunden. Am anderen Ende des Rektalkatheters befindet sich der Retentionsballon. Der entlüftete Retentionsballon und dieses Katheterende werden mit Gleitgel bestrichen und durch den Anus eingeführt. Vorher sollte jedoch untersucht werden, dass sich im Mastdarm des Patienten keine Hindernisse befinden und dass dieser frei von Stuhl ist. 

Der Retentionsballon wird nun über den Anschluss mit Wasser gefüllt. So wird der Katheter optimal im Rektum platziert und begünstigt, dass Stuhl in den Katheter abläuft und nicht um ihn herum austritt. Nichts desto trotz wird empfohlen, eine aufsaugende Inkontinenzvorlage unter den Patienten zu legen. 

Stuhldrainage-Systeme funktionieren am besten bei flüssigem Stuhl. Sollte der Katheter jedoch durch festere Stuhlteile verstopft sein, so kann dieser mit zimmerwarmen Leitungswasser gespült werden, um wieder einen ungestörten Stuhlabfluss durch das Darmrohr zu ermöglichen. 

Der Auffangbeutel wird z.B. am unteren Bettrahmen befestigt, so dass er sich unterhalb des Rektums des Patienten befindet und so ein Stuhlabfluss ermöglicht wird. Der Schlauch sollte dabei nicht verdreht, geknickt oder eingeklemmt sein.

Carola Eilers

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Carola Eilers, Kontinenz-Beraterin

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